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Urteil zu Kino.to: Bei illegalen Streams schon das Ansehen strafbar?

4. Januar 2012 Keine Kommentare
Internet by flickr 笨笨的小B Urteil zu Kino.to: Bei illegalen Streams schon das Ansehen strafbar?

cc by flickr/ 笨笨的小B

Im Prozess gegen die Verantwortlichen für das Streaming-Portal Kino.to hat das Amtsgericht Leipzig in diesen Tagen ein Urteil gefällt, das so manch einen normalen User in Zukunft zu einem Straftäter machen könnte.

Bisher wurden immer nur die Verantwortlichen, die Videostreams illegal ins Netz stellen, strafrechtlich verfolgt. Dies ändert sich nun jedoch offenbar mit diesem Urteil, das im Grunde nur die bisherigen Auffassungen der in einigen Kreisen umstrittenen Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) bestätigt.

Sie sind schon seit Jahren der Meinung, dass das bloße Ansehen von illegalen Streams eine Straftat ist. Die Richter in Leipzig waren ähnlicher Meinung und werteten ebenfalls das bloße Streaming von illegalen Videos als nicht rechtens. Dies öffnet nun theoretisch Tür und Tor für Prozesse gegen User, die sich auf entsprechenden Portalen herumtreiben oder einfach nur über einen entsprechenden Content gestolpert sind.

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kinox.to: Nachfolger von kino.to online

13. Juli 2011 Keine Kommentare
Filmrolle by flickr to01 kinox.to: Nachfolger von kino.to online

cc by flickr/ to01

Im vergangenen Monat sorgte das Portal kino.to für Schlagzeilen als Ermittler die Betreiber festnahmen, die Website sperrten und ihre Konten und Autos beschlagnahmten. Auf dem Portal konnte man sich kostenlos aktuelle Filme und Dokumentationen ansehen, was die Filmbranche natürlich weniger gerne sah. Seitdem hatten mehrere Portale versucht, sich als Nachfolger zu etablieren. Nun ist eine Kopie von kino.to online, die die Adresse kinox.to hat.

Kinox.to hat nicht nur das gleiche Layout wie sein Vorgänger, sondern verlinkt auch wieder zu Filmen und Dokus auf anderen Servern, wo man sie sich via Stream ansehen kann. Die Betreiber wollen damit öffentlich ein Zeichen setzen und richten sich direkt an den Staat und die Medienindustrie: „Denkt ihr, ihr könnt uns stoppen, nur weil ihr viel Geld habt? Wie kann es sein, dass harmlose Betreiber von Websites mit Mördern und Vergewaltigern gleichgestellt werden?“

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), die im Auftrag von Unternehmen und Verbänden der Film- und Unterhaltungssoftware-Branche arbeitet, ließ bereits verlauten, dass man kinox.to zunächst nur beobachten werde, da das Angebot doch viel kleiner sei als bei kino.to. Die Staatsanwaltschaft gab zudem an, man würde den Fall prüfen, feststellen ob bei den ursprünglichen Beschuldigten noch andere bisher unbekannte Personen beteiligt waren und gegebenenfalls Ermittlungen einleiten.

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